Deutscher Zukunftspreis 2026: Die Reverion-Gründer Herrmann und Fischer sind unter den drei nominierten Teams
Am 16. September wurden in München die drei Nominierungen für den Deutschen Zukunftspreis 2026 bekannt. Nominiert sind Stephan Herrmann und Felix Fischer von Reverion mit ihrem früheren Doktorvater, das Team der ADVITOS GmbH um Claus Jessen und ein Team aus KIT und zwei Karlsruher Firmen.
Für den Deutschen Zukunftspreis 2026 sind drei Teams nominiert, hinter jedem steht neben der Forschung ein Unternehmen. Die Nominierungen wurden am 16. September im Deutschen Museum in München bekanntgegeben. Der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation wird zum 30. Mal vergeben und ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Jury entscheidet am 18. November; Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht den Preis am selben Abend in Berlin, das ZDF überträgt.
Team I sind Stephan Herrmann, Felix Fischer und Hartmut Spliethoff mit einem reversiblen Brennstoffzellenkraftwerk. Herrmann und Fischer haben die Reverion GmbH in Eresing 2022 als Ausgründung der TU München gegründet; Spliethoff kommt vom Lehrstuhl für Energiesysteme der TU München, an dem Herrmann promoviert hat. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 220 Menschen.
Team II kommt von der ADVITOS GmbH in München: Claus Jessen, Tobias Bingold und Christoph Hüßtege, mit einem Gerät, das bei Multiorganversagen Leber, Niere und Lunge gleichzeitig unterstützt. Laut Projektbeschreibung wird die Therapie in mehr als 30 Intensivstationen in Deutschland und Österreich eingesetzt, mit mehr als 11.500 Behandlungen.
Team III sind Christian Koos vom KIT sowie Philipp Dietrich und Matthias Lauermann mit Verfahren, die photonische Mikrochips testen und miteinander verbinden. Genannt werden neben dem KIT die Keystone Photonics GmbH und die Vanguard Automation GmbH, beide in Karlsruhe.
Was das für Gründer heißt: Bei allen drei Teams treten Forschende und Unternehmen gemeinsam an, bei Reverion Herrmanns Doktorvater mit den beiden Gründern. Ein Startup aus der Forschung kann bei diesem Preis zusammen mit dem Lehrstuhl antreten, aus dem es kommt. Das Porträt von Stephan Herrmann steht in unserer Rubrik Gründergeschichten.
Quellen
- Deutscher Zukunftspreis: Mitteilung vom 16. September 2026 und Teamseiten 1 bis 3. Tier 2.
- Reverion: Mitteilung zur Nominierung, 16. September 2026. Tier 2.