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8 Mrd. € in 9 Monaten: Deutsche Startups übertreffen 2025

Von Januar bis September 2026 flossen acht Milliarden Euro in deutsche Startups, zeigt der Deutsche Startup Monitor 2026 vom 1. Oktober 2026.

Von Mareike Sandvoss, Redakteurin Fehler & Lehren, Serie Was ich anders machen würde

8 Mrd. € in 9 Monaten: Deutsche Startups übertreffen 2025
Symbolbild: Founders World (KI-generiert)

Von Januar bis September 2026 flossen acht Milliarden Euro Wagniskapital in deutsche Startups, wie der Deutsche Startup Monitor 2026 am 1. Oktober 2026 zeigt. Das sind 500 Millionen Euro mehr als im gesamten Jahr 2025, in dem 7,5 Milliarden Euro investiert wurden. Zehn Unternehmen erreichten 2026 erstmals eine Milliardenbewertung, Deutschland zählt damit aktuell 39 Unicorns.

Der Deutsche Startup Monitor befragte zwischen Mitte Juni und Ende August 2026 insgesamt 1.803 Gründerinnen und Geschäftsführer deutscher Startups. Die Zahl der Finanzierungsrunden liegt laut Monitor rund ein Viertel unter dem Niveau von 2021. Treiber des Wagniskapitalflusses sind insbesondere Deeptech, Energytech und Defence.

KI im Produktkern bei 53 Prozent

Für 53 Prozent der Startups bildet Künstliche Intelligenz mittlerweile den Kern ihres Produkts, 2025 waren es 45 Prozent. In der Session „Operations & Future of Work" auf der Bits & Pretzels 2026 setzten alle acht pitchenden Startups auf KI-Lösungen für Schulverwaltung, Rechtsberatung, HR oder Unternehmenskommunikation.

83 Prozent der befragten Startups wollen in den kommenden zwölf Monaten neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen und ihre Teams im Durchschnitt um 5,5 Personen vergrößern.

Abhängigkeit von US-Kapital und US-Infrastruktur

89 Prozent der Gründerinnen und Gründer wünschen sich mehr Wagniskapital aus Deutschland und Europa. 64 Prozent der Startups nutzen überwiegend oder ausschließlich US-Anbieter für technologische Infrastruktur. Von den Startups mit Börsenplänen bevorzugen 62 Prozent eine US-Börse, lediglich 27 Prozent würden Deutschland wählen.

Die zehn neuen Unicorns 2026 entstehen zunehmend auch außerhalb der bisherigen Zentren Berlin und München. 51 Prozent der Startups erhalten Unterstützung von Universitäten.

Was das für Gründer heißt

Die Finanzierung läuft 2026 besser als 2025, die Zahl der Runden liegt aber weiterhin deutlich unter dem Niveau von 2021. Die Abhängigkeit von US-Kapital und US-Infrastruktur bleibt hoch: Zwei Drittel der Startups nutzen US-Anbieter für ihre technologische Infrastruktur, fast zwei Drittel der Startups mit Börsenplänen bevorzugen eine US-Börse. Der Wunsch nach mehr europäischem Kapital ist bei neun von zehn Gründern vorhanden, die Struktur folgt ihm bisher nicht.